Vom Vogelherd zum bronzezeitlichen Troia
Die ältesten Kalender die bisher gefunden wurden sind um 36 000 Jahre alt. Im Vogelherd auf der Ostalb fand man aus Elfenbein geschnitzte Figuren vom Mammut, vom Löwen und Wildpferd mit nachvollziehbaren Kalenderzeichen in Form von Strichen und Punkten (Kocher/Frolow 1979/1991).
Im Geißenklösterle wurde von Tübinger Archäologen auch ein Kalender mit dem Sternbild des Orions ausgegraben (Kocher 1983 und Rappenglück). Später im Magdalénien um 13 000 B.C. wurden auf Höhlenbildern in Pindal und Les Trois Fréres an Bildern von Bison und Pferd Kalenderaufzeichnungen für den Meton- und Saroszyklus mit den ersten Formen von "Mondäxten" abgebildet.
Noch 11 000 Jahre brauchte es, bis ein ähnliches Pferd mit gleich rechenbaren Strukturen in der Bronzezeit in Troia als Kultobjekt erschien. Das Troianische Pferd wie es von Homer beschrieben wird.



6 "Bumerangs" führen über 9,5 Jahre im dreigeteilten Jahreslauf zum 19-jährigen Metonzyklus.
Der Pfeil zeigt zur Mitte des zweigeteiltenzykluses.

Magdalénien, Pindal
nach Kühn/Kohlhammer Verlag 1952
14 "Bumerangs", gruppiert in 4 und 7 führen über 14 Doppellunationen und dem Doppelpfeil (Ekliptik) zum 18-jährigen Saroszyklus im dreigeteilten Jahreskreis.

Magdalénien, Les Trois Frères
nach Kühn/Kohlhammer Verlag 1952
- siehe auch "Troianisches Pferd" bei Theiss 2001
All diese Analogien würden bedeuten, daß es weder ein Troianisches Pferd noch ein Labyrinth des Minotaurus gegeben hat in dem alle 9 Jahre 14 Athener geopfert wurden.
Das im Tübinger Schloß ausgestellte Bronze-Pferdchen aus Troia zeigt insgesamt 14 Kreissymbole für den Saroszyklus zur Vorhersage der Finsternisse. Auch antike Münzen von Knossos zeigen als Labyrinth den 18- bzw. 19-jährigen Bewegungsablauf der Mondbahn.



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