Von Stonehenge zum Mühlespiel
Goldene Rhombe von Bush barrow. Gefunden auf einem Männergrab ca. 1000m südlich von Stonehenge. Mit 18 cm Seitenlänge.
Es wird angenommen, daß der Tote zu den Schöpfern der Steinkreise gehörte. Entstanden um 2 400 B.C. Glockenbecher-Kultur. Niedergelegt möglicherweise mehrere Jahrhunderte später. Analogie zum Goldenen Hut von Schifferstadt.
Abb.: aus K.W. Beinhauer, Studien zur Megalithik - Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas 21, Verlag Beier & Beran, Weissbach 1999, S219
Goldener Hut von Schifferstadt (1200 v. Chr.)
Avebury, Glockenbecher ca. 30 km nördlich von Stonehenge
Abb.: Deptmt. of Environment, 1976

Stonehenge hat 2 x 28 = 56 Aubrey-Löcher (siehe auch Troia - Puschkin Museum) für den 18-jährigen Saroszyklus und 19 blue-stones für den 19-jährigen Metonzyklus.
Die Mondbewegung

zeigt das Symbol der
Doppelaxt und
der Labyrinthe

umlaufend 2 x 19 Striche
zu Stufen abgesetzt.
Innen 9 Rhomben für 2 x 9 Jahre.

Die Doppelstreifen sind jeweils 4 Streifen. Sie können
4 x 4 Quartale für ein 4-jähriges Schaltjahr anmerken.


19-jähriger Metonzyklus
6x19 = 114 Monate zu 30,5 Tagen
oder 3x19 Doppelmonate mit 61 Tagen
führen zu 9,5 Jahren

alle 19 Jahre fällt Vollmond auf denselben Kalendertag


18-jähriger Saroszyklus
4x28 = 112 Doppellunationen zu 59 Tagen
führen zu 2x4,5 = 9,0 Jahren alle 18 Jahre + 11 Tage folgen Finsternisse in regelmäßiger Folge (siehe auch Prunknadel von Troia im Puschkin Museum und Troianisches Pferd, das es nie gegeben haben konnte - mit 30 Helden, wie die 30 Sarsensteine in Stonehenge)
"Mühlespiel", bronzezeitliches Felsbild von Tschötsch, Südtirol
aus Dr. Franz Haller, Die Welt der Felsbilder in Südtirol, heko verlag GmbH, 1978
Der Zauberer von Mt. Bégo


Felsbildkalender nach Evers in Imago Mundi, 1993.

Diese Darstellung hatte wesentlichen Anteil an der Klärung der kalendarischen Bedeutung von Äxten und Doppeläxten in der Vorgeschichte.
So auch der neolithischen Augensymbole seit Lepenski Vir, den Udjat-Augen Ägyptens, wie auch den Goldmasken von Mykene. Sichtbare Piktogramme für alle Volksstämme und Sprachen die die Bewegung des Mondes mit Augenbogen und Nase jenseits der Ekliptik darstellen.
Die ältesten Darstellungen von offenem- und geschlossenem Auge allerdings fanden sich auf den über 120 000 Jahre alten Skulpturen von Battenberg. Auch der Mond und die Milchstraße mit dem Großen Bären wurden dort in Stein geschliffen.

Augensymbolik mit 28 Strichen findet man schon seit dem Neolithikum in Mitteleuropa und im Mittelmeerraum.

rechtes Utjat-Auge, Tut-ench-Amun 1 337 B.C.
mit 28 Strichen und 30 "Tagen"
Goldmaske des "Agamemnon"
Mondlaufsymbole als Ohren,
Mandelaugen analog den Goldenen Hüten,
mit 28 Strichen über den "Mondlaufbögen"
Mykene, um 1 600 B.C.
Silbermünzen aus Knossos im Britischen Museum

Krug von Tagliatella mit "TRUIA"
etruskisch um 620 B.C. mit 3 x 10
"Tagesstrichen". Unter dem Labyrinth
sind 4 1/2 Jahresstriche (?)

Abb.: nach Kern und Hallmann/Damböck Verlag 1994
Literatur:
Kurt E. Kocher - Die Boreer - Söhne der Morgenröte -30 000 Jahre Kalendergeschichte 1978
Kurt E. Kocher - Der Diskos von Phaistos - (Kalenderwerke der Vorgeschichte), heko verlag, ab 1983 ff.

ausführlichere Bild- und Literaturangaben sind in Bearbeitung



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